Profile

lautenist: (Default)
lautenist

January 2026

S M T W T F S
    123
4 5 6 7 8 9 10
1112 13 141516 17
181920 2122 2324
25 26 27 282930 31

Most Popular Tags

Page Summary

Style Credit

Expand Cut Tags

No cut tags
lautenist: (Default)
[personal profile] lautenist
Die USA haben Venezuela unter Bruch des Völkerrechts angegriffen und den Regierungschef entführt. Dabei wurde eine große Militärmacht vor Venezuela gesammelt und dann auch eingesetzt.
Der Coup wird hier beschrieben und analysiert:


Wie eigentlich immer, wenn die USA einen Krieg beginnen wurde dabei gelogen, daß sich die Balken biegen. Als Kampf gegen Drogen wurde der Krieg genannt. Allerdings spielt Venezuela im Drogengeschäft keine Rolle. Das ist also ganz offensichtlich gelogen. Man kann annehmen, daß die in Venezuela reichlich vorhandenen Rohstoffe, wie zum Beispiel die größten bekannten Erdölvorkommen der Welt, eine große Rolle bei der Invasion spielten — ähnlich wie beim Angriff auf den Irak und wesentlich im Konflikt mit dem Iran geht es darum, den rohstoffhungrigen USA Zugang zu den Ressourcen zu sichern. Darüber hinaus geht es den USA auch darum, eine ihnen genehme Marionettenregierung einzusetzen. Was nun auch, nach einer Zeit der Kolonialverwaltung durch die US-Regierung, wohl stattfinden wird. Allerdings haben die Militäraktionen gegen den Irak, Syrien, Libyen, Afghanistan etc. belegt, daß den USA die Zivilbevölkerung gleich ist. Ein gescheiterer Staat ist offenbar auch gut auszubeuten bedeutet aber, daß die USA ständig militärisch präsent sein müssen, um die Ausbeutung des Landes zu schützen (wie es in Syrien geschieht).
Die Militärpräsenz wird weiterhin helfen, die Region unter der Knute zu halten. Insbesondere Brasilien als Schwellenland und Mitglied von BRICS werden durch diesen Angriff mit bedroht.
Die Behauptung, das rechtfertige im Nachhinein das Vorgehen Russlands gegen die Ukraine ist Unsinn. Russland hat letzten Endes vor allem, um einen völkerrechtlich verbindlichen Vertrag umzusetzen (das Minsker Abkommen) und zum Schutz der im Donbass lebenden russischsprachigen Bevölkerung gehandelt und sich erst durch den Einmarsch in die Ukraine mit dem Ziel eines Umsturzes ("Entnazifizierung") ins Unrecht gesetzt. Man kann sagen, daß der vermeintlich kleine (aber da schon hochgerüstete) Staat Ukraine es sich erlaubt hat, die nukleare und militärisch haushoch überlegene Macht Russland so lange zu piesacken und herauszufordern, bis sie reagiert hat. Natürlich hätte sich die Ukraine das nicht getraut, wenn sie sich nicht der Rückendeckung aus dem Westen sicher gewesen wäre. Wie auch durch das Scheitern der Friedensverhandlungen im April 2022 durch Einwirken von Großbritannien und den USA belegt wird. Da kann man sagen, Russland wurde in diesen Krieg hineingetrickst, während die USA sich traditionell ihren Grund für den Angriff zusammenlügen.
Gemeinsam ist beiden Konflikten, daß es um Macht und Einflußsphären — und um Rohstoffe — geht.
Aber schon die Unverfrorenheit, mit der die USA dort internationales Recht brechen, unterscheidet sich gewaltig. Russland hat sein Vorgehen ausgiebig und in weiten Teilen nachvollziehbar begründet während die USA so offensichtlich lügen, daß es zum Fremdschämen ist.
Wir können davon ausgehen, daß der mühsam aufgebaute und durchgehaltene Mantel des internationalen Rechts weiter unter Druck gerät. Dank der Militärmacht der USA ist unwahrscheinlich, daß die lateinamerikanischen Länder angemessen regieren und Venezuela zur Hilfe eilen. Beitragen dürfte auch, daß Venezuela seit vielen Jahren nun schon unter Druck steht und wirtschaftlicher Verfall die Akzeptanz des Diktators Maduro schwinden ließ. Eine stabile Verwaltung des Landes läßt sich aber auch nicht ohne weiteres aufbauen, so daß mit chaotischen Verhältnissen und einem Zusammenbruch der Strukturen zu rechnen ist. Widerstand gegen ein aufgezwungenes System, das es schwer haben wird, irgendwelche Erfolge zu erzielen, steht zu erwarten. Wahrscheinlich in Form eines Guerillakrieges (a la IS oder den Taliban), der von anderen südamerikanischen Ländern und anderen Gegnern des US-Neoimperialismus finanziert und ausgestattet werden könnte.
Es be- und verstätigt sich, was sich seit längerem andeutet. Nachdem die USA, deren gesamtes System auf den Militärisch/industriellen Block angewiesen ist, nach dem Ende des kalten Krieges einen neuen Gegner gesucht haben, um weiter die horrenden Ausgaben für das Militär zu rechtfertigen, fand man diesen Feind zunächst in Russland, nachdem die Militärinterventionen im nahen und mittleren Osten gescheitert waren. Langsam wendet man sich China zu, um das herum sich eine, im wesentlichen friedliche und sich ans Völkerrecht gebunden fühlende Staatengruppe sammelte (BRICS), die angesichts der als Bedrohung empfundenen Neokolonialistischen US-amerikanischen Politik starken Zulauf erhält. Das führt zu einer erneuten Teilung der Welt, wobei zentrale Streit- und Konfliktpunkte die Rohstoffe sind. Ein bislang weitgehend unbeachteter Rohstoff ist dabei in Zeiten des Klimawandels fruchtbare Erde (wie die Schwarzerde in der Ukraine, die in großem Maß von Blackrock aufgekauft wurde, was die Landwirtschaft in der EU massiv bedroht).
Weitere Konflikte stehen zu befürchten, wobei die USA als Weltmacht im Niedergang zunehmend wild um sich schlagen, um ihren Status möglichst zu schützen.
Europa spielt in diesem Konflikt keine Rolle. Die Positionierung als Vasallen der USA steht dabei in Konflikt zu der wirtschaftlichen Notwendigkeit von Handelsbeziehungen, wobei Europa sich vernünftigerweise an BRICS orientieren würde, das aber nicht tut, sondern darauf vertraut, daß man sich innerhalb des US-Imperiums einsortieren könne. Diese Unterwürfigkeit verspielt aber die Chancen, die Europa hätte, zwischen den USA und BRICS Mittler bzw. Dreh- und Angelpunkt des friedlichen Handels in der Welt zu werden. Gleichzeitig könnte Europa sich als Gemeinschaft von friedlichen Rechtsstaaten zeigen statt wie aktuell als ein Staatenbund, der zunehmend Unterdrückungsmaßnahmen gegen Opposition im eigenen Rechtsraum für notwendig hält und sich damit selbst die Legitimation entzieht. Angesichts der aktuellen Politikergeneration sehe ich keine Chancen für eine positive Entwicklung, wie ich sie hier skizziert habe. Die realistische Opposition, die die nächsten Regierungen stellen dürfte, besteht aus rechtsnationalen Parteien, die eher auf nationalistische, libertäre, nicht Konsens suchende Politik setzen (AfD, FN, PiSS etc.). Das dürfte den Abstieg Europas beschleunigen und dazu führen, daß die Reste der EU dann zwischen den sich etablierenden Blocks zerrieben werden. Russland liegt also sehr gut damit, abzuwarten. Das Problem EU wird sich von selbst erledigen. Das wird allerdings geschätzt noch mindestens 10 Jahre, wenn nicht länger dauern.
Zum Abschluß noch eine Analyse von Oberst Macgregor, der mit viel Erfahrung aus seiner Tätigkeit als Geheimdienstkoordinator und Sicherheitsberater der US-Regierung oft wertvoll die Aktionen der US-Regierung kommentiert:


Date: 2026-01-04 06:57 pm (UTC)

matrixmann: (Default icon)
From: [personal profile] matrixmann
Ach, hätte ich doch besser erst hier hineingeschaut, dann hätte ich mir das Ärgernis über "Computer sagt nein" sparen können...
Nun ja, ist dann wie es ist.
Page generated Feb. 9th, 2026 12:05 pm
Powered by Dreamwidth Studios