Jan. 23rd, 2026 07:45 am
gesehen: Was wir fürchten
Eigentlich vermeide ich aus der Erfahrung, wonach deutsche Serien Schrott sind deutsche Serien. So war es Zufall, daß ich über "Was wir fürchten" gestolpert bin. Die Serie firmiert als Horrorserie und einige Szenen sind tatsächlich sehr dem Genre verhaftet (und dabei überraschend gut gemacht). Der eigentliche Horror findet aber im Kopf statt — und das ist ganz hervorragend umgesetzt. Dabei gibt es deutliche Thriller-Element rund um einen Amolauf an einer Schule. Weiterhin wird ein Thema, das wir eigentlich in den USA verorten angesprochen: Konversionstherapie. Das klingt wirr und tatsächlich kommen die Handlungsstränge erst spät zusammen, doch ist dabei so gut gemacht, daß die Spannung bis zum Schluß erhalten bleibt. Ausnahmsweise stört mich auch nicht, daß natürlich Schwule im Mittelpunkt stehen und auch eine Schwarze mit in der Besetzung ist. Hier ist das Cliché nicht im Zentrum und die anscheinend heute obligatorischen Elemente von Besetzung und Handlung sind stilvoll Element der Handlung. Außer Kamera und Schnitt ist auch die Besetzung zu loben. Mina-Giselle Rüfer spielt ganz hervorragend die Hauptrolle, doch ist mir kein einziger schwacher Darsteller aufgefallen. Im Gegenteil! Lediglich einige Dialoge kommen mir etwas gekünstelt vor.
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